Bei der Modernisierung einer Apothekeneinrichtung wurde ein alter, aus Massivholz bestehender Apothekerschrank  zur Ausmusterung erwählt. Zu dem abgebildeten Unterschrank  mit 36 Schubladen und zwei separaten Tabletts gehörte ein ca. 1,50m hoher Aufsatz mit zwei Glasvitrinen. Das ganze Ensemble war in dunklem schwarz gestrichen. Das interessante Unterteil mit den 36 Schubladen nebst Emaileschildern wurde in ein Tauchbad geschickt, um die schwarze Farbe zu entfernen. Dabei wird der komplette Schrank mit einer Hebevorrichtung in ein Abbeizbad hinabgelassen für einige Stunden. Im günstigsten Fall kommt er dann im Rohzustand wieder an die Oberfläche. Zuvor wurden natürlich die Griffe und die Kennzeichnungsschilder sorgfältig abgeschraubt, gereinigt und eingelagert. Nach dem Tauchbad war der schwarze Lack bis auf die Stirnseiten der Schubladen entfernt. Jetzt trägt jede der Schubladen einen kleinen schwarzen Rahmen, was optisch eigentlich sehr ansprechend aussieht. Was sich nach dem Trocknen des Unterschrankes herausstellte war, dass sich alle Schubladen verzogen hatten, sich nicht mehr öffnen ließen, so dass das Teil in eine Schreinerei eingeliefert wurde, mit der Bitte, die einzelnen Schubladen wieder gängig zu machen und sie durchzunummerieren. Gleichzeitig wurde dem Schrank eine Deckplatte angepasst.

Apothekerschrank – Viel Stauraum, viele Schubladen

Anschließend wurde der Schrank mit mehreren Schichten Klarlack gestrichen. Um ein Quietschen der Schubladen beim Öffnen zu vermeiden, wurden die unteren Laufseiten mit Wachs behandelt. Da einige Emaileschilder die Strapazen der Jahrzehnte nicht schadlos überstanden hatten, galt es, Ersatz zu beschaffen. Dazu wurden einige Flohmärkte aufgesucht. Es gibt sie noch, die emaillierten Beschriftungen der alten Apothekerschränke. Dann begann die Feinarbeit mit dem Anbringen der Griffe und den Emaileschildern. Insgesamt mussten 240 kleine Schrauben hineingedreht werden, die nicht länger als 10mm sein durften, um nicht im Inneren der Schubladen sichtbar zu werden. Mit Hilfe einer pharmazeutisch- technischen Assistentin, auch PTA genannt, wurden die Beschriftungsschilder in einer logischen Reihenfolge angebracht, soweit möglich. Wie sich beim Zusammenschrauben herausstellte, gab es zu früheren Zeiten nicht nur Mullbinden und Oblaten in den Apotheken, sondern auch Fructus Cannabis, auch besser bekannt, als Haschisch,  zu kaufen. Im Laufe der Zeit wird einem der Schrank mit seinen vielen Schubladen so vertraut, dass man genau weiß, was sich im Einzelnen hinter jeder Schublade verbirgt.

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