Gefahren und Risiken bei Bauprojekten

Den Traum vom Eigenheim haben viele Deutsche. Doch nach Möglichkeit möchte man nicht ein fertiges Haus kaufen, sondern sein eigenes Haus bauen und individuell gestalten. Nicht selten wird der Traum jedoch zum Albtraum. Beim Hausbau gibt es zahlreiche Stolpersteine, die sich den Häuslebauern in den Weg legen. Ähnlich verhält es sich bei größeren Bauprojekten. So sollten sich private Bauherren, genau wie kleine Firmen und größere Unternehmen, an professionelle Bauunternehmen wenden, die ihnen bei der Planung und Umsetzung des Bauvorhabens behilflich sind und eine klare Kalkulation vornehmen können.

Die Kalkulation ist das A und O

Das Bauprojekt beginnt mit einer groben Planung. Kosten werden hochgerechnet und der Aufwand bestimmt. Jedoch haben Privatleute, die beispielsweise ein Haus bauen wollen oder Unternehmer, die einen Firmensitz gestalten wollen, selten Erfahrung mit dem Bauhandwerk, noch mit der Kalkulation eines solchen Projektes. Sie holen sich also ein professionelles Bauunternehmen mit ins Boot. Diese Unternehmen sollten sich für die Planung ihrer Projekte eine Software-Lösung für die Kalkulation anschaffen, mit der sie Bauprojekte strategisch planen können. Vor allem ist neben der Planung im Vorfeld auch eine ständige Überwachung und Überprüfung des Status notwendig. Eine Software kann ebenfalls beim Managen des Projektes helfen. Denn größere Bauvorhaben werden schnell unübersichtlich und der eine weiß nicht, was der andere macht. Fristen und Termine für Bauphasen oder Lieferanten können dann häufig nicht eingehalten werden und das Projekt versinkt im Chaos. Um dem entgegenzuwirken sollten Projektleiter auf Hilfsmittel zurückgreifen, die ihnen die Planung und das Managen vereinfachen.

Gescheiterte Bauprojekte als warnendes Beispiel

In den letzten Jahren gab es immer wieder Bauprojekte, die ein warnendes Beispiel darstellen. So kam es bei großen Projekten wie der Elbphilharmonie in Hamburg oder dem Flughafen in Berlin zu katastrophalen Kostensteigerungen und Verzögerungen beim Bau. So werden aus prestigeträchtigen Bauprojekten schnell Millionengräber. Bei einer Bauangelegenheit können Unwägbarkeiten immer auftauchen, jedoch sollte es nie an einer falschen oder fehlenden Kalkulation liegen!

Bildquelle: Pixabay-User Antranias

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4 Antworten

  1. Hi Steffen,

    vielen Dank für deinen Artikel. Ich finde das Thema sehr interessant und habe mich schon mal mit dem Thema Tipps für den sicheren Kauf einer Mietimmobilie auseinander gesetzt. Vielleicht interessiert dich das ja auch.

    Beste Grüße,
    Marco

  2. Als Maklerin aus dem Rhein-Main-Gebiet mache ich die Erfahrung, dass auch die Nachfrage nach bereits fertigen Gebäuden zwar stagniert, aber auf einem für meinen Berufsstand durchaus unbedenklichen Niveau.

    Aber ich gebe Ihnen in einem wichtigen Punk recht: Es gibt durchaus Mandanten, die früher einmal den Traum vom selbsterbauten Eigenheim hatten, aber nach Durchsicht der auf sie zukommenden bürokratischen, gesetzlichen und baupraktischen Hürden und Unwägbarkeiten einen Rückzieher gemacht haben oder das „ja nicht nochmal erleben“ möchten. Ein großes Problem ist für die Interessenten oft, dass sie die Befürchtung hegen, die Kostenkalkulation könnte am Ende gesprengt werden. Wer ein bereits gebautes Haus zu einem festen Kaufpreis und unter Inanspruchnahme eines zwar inflationsbedingt anzupassenden, aber im Ganzen „feststehenden“ Zinssatzes erwirbt, erwirbt damit nach Auffassung vieler auch das Gefühl, die Kostenfaktoren im Blick und also unter Kontrolle behalten zu können.

    Die von Ihnen genannten baulichen Großprojekte sind ja Mahnmale für dieses Kostensprengungsproblem, auch wenn sie eigentlich nicht exemplarisch für private Hausbauprojekte gelten sollten. Wie die gdv schon im März 2015 meldete, ist die Unterschätzung von Kosten und Aufwand bei derartigen Projekten offenbar Normalität. Das ist mitsamt interessanter Zahlen nachzulesen unter gdv.de/2015/05/studie-belegt-kostenexplosionen-bei-oeffentlichen-bauprojekten/ – interessant ist vor diesem Hintergrund an dieser Studien auch das Teilfazit, wonach die Beteiligung privater Investoren wünschenswerter wäre, da im privaten Bereich die Kostenplan-Übersteigung statistisch weit niedriger liege.

    Die von Ihnen genannten Tipps zur besseren Kalkulation und zum projektmanagement können aber sicherlich einigen privaten Interessenten dabei helfen, sich ihren Bau-Traum dennoch zu erfüllen.

    Mit freundlichen Grüßen – Manja

  3. Man sollte glaube ich vorher ein jedes Mal einen Architekten beauftragen, allerdings ist hierbei auch sehr viel Sorgfalt bei der Auswahl zu treffen. 2014 war der Architekt bei uns jedenfalls ein richtiger Reinfall. Wie sagt man immer so schön… Lernen durch Schmerz.

    • Alex sagt:

      Leider muss jeder Mal bei solchen Dingen ein Lehrgeld bezahlen. Wenn solch ein Ereignis passiert, darf man dann trotzdem nicht den Glauben an qualifizierte Fachleute verlieren.

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